Veranstaltungenreihe zum Thema „Dialog zwischen Bauern und Verbraucher“ 2019

Wir möchten zu einer vierteiligen Veranstaltungsreihe einladen.

Die erste Veranstaltung wird am Freitag, den 27.September 2019 von

18 – 22 Uhr im Bürgerhaus Süderbrarup Kappelnerstr. 27 stattfinden.

Um einen Überblick halten zu können, bitten wir um vorherige Anmeldung unter schuebel.monika@gmail.com oder 04642 – 965 668  Wir übersenden Ihnen dann unser genaues Programm

Die erste Veranstaltung soll die  IST-Situation deutlich machen wie:

  • Umweltbelastung durch die von der EU zugelassenen Pestizide
  • Auswirkungen bei Böden und Klima weltweit
  • Auswirkungen auf unser Trinkwasser und die Atemluft zusätzlich durch die Belastung durch Massentierhaltungen
  • gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch, Tier, Pflanze, Flora und Fauna
  • Zunahme von Erkrankungen, welche, seit wann regional unterschiedliches Auftreten
  • Welche Veränderungsmöglichkeiten haben wir als Verbraucher?

Zur thematischen Einführung werden wir uns eine 45-minütige Dokumentation anschauen, die die Dramatik der Umweltgifte für Tier und Mensch sehr nah an uns herankommen läßt.

Eingeladene Gäste sind:

Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl Leiter des  Institutes für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutzes an der Technischen Universität Hamburg, wo er zu Wasser, Humusaufbau und ländlicher Entwicklung forscht und lehrt. Aus seinen Forschungen entstand eine sehr lebendige Zukunftsversion „Das Neue Dorf“- Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren. Er hat einen sehr bedenklichen Blick auf die aktuelle Entwicklung der digitalen Agrarchemie und deren Folgen für Mensch, Tier, Flora und Fauna.

an der –> TUHH, Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz

mit dem Projekt Gartenring

  • Dr. rer.nat. Hermann Kruse Umwelttoxikologe, Gutachter an der Christian-Albrecht Universität Kiel ist ein scharfer Kritiker des Pestizides Glyphosat und weiterer über 100 hochgiftiger Substanzen, die vom Bundesamt für Risikobewertung zugelassen wurden. Ebenso hat er Untersuchungen gemacht zur Schadstoffbelastung in Lebensmitteln. Das toxikologische Institut in Kiel ist für unseren Verbraucherschutz notwendig. Zur Zeit spricht man seitens der Landesregierung davon, dass es in drei Jahren geschlossen werden soll. Das wäre für uns als Verbraucher sozusagen ein Schlag ins Gesicht, den wir nicht hinnehmen dürfen.
  • Die Naturfreunde http://www.naturfreunde-sh.de/ die bereits im Februar 2019 im Wissenschaftspark Kiel eine sehr qualifizierte Veranstaltung zu den Pestiziden, unserer Ernährung und Krankheitsfolgen gemacht haben, werden uns eine Wanderausstellung zu der brisanten Thematik zur Verfügung stellen.

Anschließend Podiumsdiskussion mit Bürgern und eingeladenen Politiker

In der zweiten Veranstaltung wollen wir uns mit möglichen ökologischen Lösungen beschäftigen wie Agroforst und Permakultur sowie einer Möglichkeit konterminierte landwirtschaftliche Böden wieder zu gesunden durch Humusbildung.

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Wir möchten zu der  zweiten Veranstaltung einladen.

Termin:          Freitag, den 18. Oktober 2019 von 18.00 – 22.00 h
Ort:                 Bürgerhaus Süderbrarup, Kappelner Straße 27

Anmerkung (zwei von vier Veranstaltungen):
Im November 2019 und im Februar 2020 soll es erneut Treffen geben.
Genaueres wird noch bekannt gegeben.

Motto der Veranstaltungsreihe:
Unsere Gesundheit steht auf dem Spiel

Um dem zu begegnen bedarf es eines produktiven Dialogs zwischen Bauern, den Verbrauchern und der Politik.
In der Auseinandersetzung geht es nicht nur darum, Probleme aufzuzeigen,
sondern um Problemlösungen. Unterstützt wird das Ganze von der „Bingo Stiftung“.

Probleme: Durch Dürren, die im Klimawandel zunehmen, sinken die Grundwasserspiegel und Ackerkulturen vertrocknen. Landwirtschaften zerbrechen am „Wachstumszwang“. Zerstörte Böden, ausgeräumte Landschaften, Schuldenberge und kaputte Dorfstrukturen sind dessen Erbe. (Philipp Gerhardt)

Die Beantwortung folgender Fragen steht auf der Tagesordnung:

  • Ist die „globale Agrarchemie“ tatsächlich eine Lösung des Welthungerproblems?
  • Ist die „Humusschicht“ eine wichtige Voraussetzung für eine intakte Umwelt?
  • Welche Erkrankungen sind heutzutage umweltbedingt?
  • Wie kann man die kontaminierten, und somit auf Langzeit geschädigten, landwirtschaftlichen Böden entgiften? Basis: die Studie PAN / Stuttgart;
  • Sind ökologische (einhergehend mit sozialen) Lösungen der Weg in die „Regionale Landwirtschaft“?
  • Kann das „Bauernsterben“ durch „Zurück in die Regionalität“ gestoppt werden?
  • Ist eine Synthese zwischen „Ökologisch und Digital“ d i e Lösung?
  • Welche Auswirkungen hätte diese angestrebte Synthese auf das Miteinander in den Dörfern?

Referenten:

  • Forstwirt Philipp Gerhardt
    Studium der Forstwissenschaften. Planer von regenerativen Versorgungssystemen (Waldgärten, Parklandschaften, etc.)
    Website:
    www.baumfeldwirtschaft.de

Er argumentiert zu folgenden Themen:

  • Humusaufbau als wichtige landwirtschaftliche Produktionsgrundlage.
  • Arbeits- und Ressourceneinsatz, Stabilität und Flexibilität in einer „gesunden Landwirtschaft“
  • Rentable Nahrungsmittelproduktion dank höherer Flächenerträge
  • Die Landschaft – ein vielfältiger Lebensraum (speziell hierzu: Ernährungs- und Fortpflanzung der Wildtiere)
  • Voraussetzungen für eine nachhaltige Bodennutzung. Aspekte gesunder, reichhaltiger Nahrung
  • Sparsame, „Artgerechte Tierhaltung“
  • Optimierungsvorschläge für LandnutzerInnen.
  • Intelligente Lösungen für Kompostierungs- und Sanitationssysteme

Dipl. Ingenieurin Monika Junius / PLOCHER GmbH Examinierte Krankenschwester, Agrarstudium an der FH in Nürtingen, Grundwasserschutzberaterin am Landwirtschaftsamt in Nürtingen,
Geschäftsführerin der Firma PLOCHER GmbH integral-technik

Ihre Themen:

  • Kontaminierte Böden und Entgiftung.
  • Erfahrungen der letzten dreißig Jahre im Bestreben eine „gesunde Landwirtschaft“ herzustellen.

Anschließend Podiumsdiskussion mit Bürgern und eingeladenen Politikern

Da wir viele Bürger erwarten bitten wir – aus organisatorischen Gründen – um telefonische oder schriftliche Anmeldung.

Kontakt:über: www.agora-vitae.de;

oder: Monika Dia-Schübel / Vorstand
Tel.: 04642 – 965 668
Email: schuebel.monika@gmail.com

Die dritte Veranstaltung wird voraussichtlich im November stattfinden, Datum und Ort werden bekanntgegeben.

Die Regionalwert Aktiengesellschaft soll vorgestellt werden und die Möglichkeit einer bürgerlichen Beteiligung um Biobauern und Existenzgründern Kredite gewähren zu können. Damit sollen regionale Lösungen finanziert werden um den Verbrauchern ökologische Produkte zu erschwinglichen Preisen ermöglichen zu können.

In der vierten Veranstaltungen werden wir uns mit Finanzierungsmöglichkeiten beschäftigen wie Genossenschaften und Stiftungen. Außerdem wollen wir uns bereits bestehende Projekte anschauen. Die Veranstaltung wird vorraussichtlich im Januar 2019 stattfinden. Datum und Ort werden noch bekannt gegeben.

Interessenten am Thema und unserer Vereinsarbeit, die sich gerne mit Inhalten und Themen einbringen möchten, sind gerne willkommen. Einfach anrufen oder eine e-mail senden

Wir bitten möglichst um schriftliche Anmeldung, da unsere Raumkapazität begrenzt sein wird und wir mit reger Beteiligung rechnen unter schuebel.monika@gmail.com oder telefonisch 04642 – 965 668

Wir bedanken und bei der Bingo-Stiftung Schleswig-Holstein für die großzügige Unterstützung. https://www.projektfoerderung.de/bingo-umweltlotterie/